Kennst du deine Rechte?

CRC12.13_2b
Mag.a Manuela Picallo Gil
Die Kinderrechte wurden im BE-Unterricht aufgegriffen, um diese kennenzulernen, zu überdenken und in ein künstlerisches Medium zu übersetzen.
Hernalser Gymnasium Geblergasse
Geberlgasse 56
1170 Wien
Schulfächer
Bildnerische Erziehung
Schwerpunkte
Gesellschaft
Kultur
Lernen
Sprache
Alter
Sekundarstufe II
Zeitraum
28. 09. 2018 – 18. 01. 2019

Idee / Ziele

Die Schüler*innen haben Piktogramme zu ihrem gewählten Recht entworfen und als Druckgrafik umgesetzt. In den einstündigen Workshops brachten sie Kindern der Unterstufe die Rechte spielerisch näher. Dabei kamen wertvolle Diskussionen zustande.

Um über die eigene Auseinandersetzung hinauszugehen, haben sich Jugendlichen der 10. und 11. Schulstufe mit den Kinderrechten beschäftigt. Ziel war es sich zunächst Wissen über das Thema und im Weiteren über Piktogramme anzueignen. Piktogramme können als nonverbale Sprache von mehreren Menschen unterschiedlicher Sprachen - je nach Bildverständnis - und ebenso von Analphabet*innen verstanden werden. Dieser Gedanke war auch Otto Neuraths Motivation und trägt somit zur Friedensarbeit bei. Zivilcourage wurde im Zuge der Gespräche im Unterricht auch angeführt.

Die von den Schüler*innen gewählten Kinderrechte sollte somit im Stil eines Piktogramms als Druckgrafik übersetzt werden, sodass weiters eine visuelle Auseinandersetzung mit dem Thema erfolgt.

Die Idee dieses Projektes ist, dass diejenigen die ihre Rechte kennen, sie auch einfordern können und diese Information auch anderen weitergeben. In diesem Sinne haben die Schüler*innen der Oberstufe nach der künstlerischen Praxis zusätzlich ein Vermittlungskonzept für einen einstündigen Workshop entwickelt, indem sie Kindern der Unterstufe die Rechte spielerisch näherbringen. Dabei kamen wertvolle Diskussionen zustande.

Zudem lernten die Jugendlichen über historische sowie gegenwärtige Drucktechniken in der bildenden Kunst in der Theorie sowie Praxis kennen.

Umsetzung / Ablauf

Ende September begann ein experimenteller Zugang zum Thema Druckgrafik durch Monotypie und andere Techniken, um die Schüler*innen auf die bevorstehende Arbeit einzustimmen.
Darauf folgte die Einführung zum Thema "Kinderrechte" und im Weiteren zu "Piktogrammen", welche als Wissensaneingnung, als Anregung für Gespräche und Reflexion sowie als Inspiration für die künstlerische Praxis diente.

Anschließend wählten die Schüler*innen der Klassen 7B, 6C und 6B Kinderrechte, welche sie dann visuell vereinfacht darzustellen versuchten. Diese Piktogramme wurden mittels Siebdruck (Durchdruck) oder Linolschnitt (Hochdruck) umgesetzt. Ziel war es, dass anhand der Piktogramme die einzelnen Kinderrechte erkannt werden können. Als Hilfestellung ist das Kürzel CRC (children right convention) oder direkt "Artikel" mit der jeweiligen Artikelnummer in die Grafik eingebaut.
Nach der Umsetzung der Druckgrafiken war das Projekt noch nicht abgeschlossen.
Denn diese konnten nun zur Vermittlung in Klassen der Unterstufe genutzt werden. Ungefähr vier Schüler*innen bereiteten ein Vermittlungskonzept zum Thema Kinderrechte für ein Gruppe von 10 – 15 Schüler*innen der Unterstufe vor und verwendeten dabei einige Unterlagen für eine kurze Einführung.

In den einstündigen Workshops wurde versucht den Kindern vorwiegend über spielerische Zugänge ihre Rechte näher zu bringen. Die Druckgrafiken waren dabei für manche Spiele hilfreich. Mittels Fragen stellen wurden Diskussionen angeregt, wobei die Spiele den Kindern Spaß bereiteten und gleichzeitig ihnen einen Überblick über ihre Rechte verschafft haben.
Dabei zeigten sich manche Kinder besonders interessiert, stellten Fragen und schilderten auch Persönliches aus ihrem Leben, wodurch die Bedeutung dieser Workshops deutlich wurde.
Ein Monat lang waren die bunten Piktogramme mit der Fragestellung "Kennst du deine Reche?" ausgestellt und erreichten somit auch viele andere Personen.

In der darauffolgenden Unterrichtseinheit fand noch eine theoretische Einführung zu Druckgrafik im Allgemeinen statt um das Thema abzuschließen.

Learnings

Die Jugend­li­chen erar­bei­te­ten eine wichtiges Thema, erfuhren etwas über Otto Neurath und dessen Frie­dens­ar­beit durch eine non­ver­ba­le, ver­ein­fach­te Bild­spra­che, arbei­te­ten künst­le­risch praktisch, erstell­ten ein Ver­mitt­lungs­kon­zept im Team und waren Vermittler*innen während ihrer Workshops für Kinder. 

In den abschlie­ßen­den Feed­back­run­den bekamen die Teams der Schüler*innen der Oberstufe viel Lob, Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge, Wünsche und Applaus zu hören. Die meisten Jugend­li­chen waren sichtlich zufrieden bis stolz. Einige schrieben Kom­men­ta­re zu den Verlauf den Projektes bzw. den Workshops. 

Der Großteil der Kinder betei­lig­te sich aktiv am Workshop. Es gab einzelne Schüler*innen der Unter­stu­fe, die deutlich machten, wie wichtig ihnen diese Erfahrung war. 

Ergebnis / Weiterentwicklung

Das klassenübergreifende Projekt war aufwendig zu betreuen, wirkt allerdings auf verschiedensten Ebenen und war sehr erfüllend und für die Beteiligten meiner Beobachtung nach eine Bereicherung.
Ein Dank gilt den Schüler*innen der 7B, 6C sowie 6B, die sich darauf einließen und Großartiges daraus gemacht haben. Im Weiteren möchte den Kolleg*innen Anna Eisner, Florian Gruber, Elisabeth Kallinger, Andrea Schenter und Anna Schwarz ein Dank ausgesprochen sein, die eine Unterrichtseinheit gespendet haben und teilweise dann auch das Thema der Kinderrechte weiterbehandelt haben. Vielen Dank auch den Schüler*innen, die den Vermittler*innen respektvoll entgegen gekommen sind und aktiv am Workshop teilgenommen haben.
Aufgrund dieses Erfolges möchte ich ebenso dieses Konzept mit Schüler*innen anderer Klassen durchführen. Ein Jahr zuvor thematisierte ich in einer 7. Klasse die „Menschenrechte“ auch als Druckgrafik, welche wir im öffentlich Raum plakatierten. Diese Aktion und auch das Projekt zu den Kinderrechten sollte den Schüler*innen vermitteln, dass einerseits Kunst als Medium genutzt werden kann um sich auszudrücken. Andererseits wird Kunst nicht bloß zum Betrachten und den Kunstmarkt hergestellt, sondern kann auch Toleranz und Offenheit fördern sowie ein Schritt für die Emanzipation im Sinne der Selbstermächtigung bedeuten.

Teilnehmer_innen

Vorstellung Projektleiter_innen

Manuela Picallo Gil

Kunstvermittlerin/Pädagogin sowie bildende Künstlerin
Lebt und arbeitet in Wien

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