Körper-und Menschenbilder im interkulturellen Kontext
Raphael Flasch und Sarah Floderer
Es handelt sich bei diesem Projekt um eine mehrschrittige Umsetzung, welche auf bereits gemachten Vorerfahrung der Schüler*innen aufbaut. An der Schule gibt es schon lange einen Schwerpunkt hinsichtlich sexualpädagogischer Erziehung und Gendergerechtigkeit. Pädagog*innen sind sind regelmäßig in dementsprechenden Fortbildungen und im - teils auch internationalem - Austausch (Erasmus+-Projekt).
Februar - April 2026 (aufbauend und integrierend in bereits laufende Projekte zu dieser Themenlage)
Idee / Ziele
In diesem konkreten Projektkontext werden die Schüler*innen, basierend auf ihren Vorkenntnissen, mit diversen Menschen- und Körperbildern konfrontiert. Dies hat sich aus der langjährigen Auseinandersetzung mit dem Themenkreis rund um Gender&Diversity ergeben. Der gemeinschaftliche Entschluss, sich mit der Diversität von Körperbildern auseinanderzusetzen, ergab sich aufgrund der großen kulturellen Vielfalt im Schulhaus. Ziel ist es eine gewisse Achtsamkeit für Unterschiedlichkeit(en) in einem wertneutralen Raum zu entwickeln. Wertfrei und unvoreingenommen der Welt und anderen Menschen gegenüber zu begegnen ist hier wesentlich und zentral. Zusätzlich möchten wir durch dieses Projekt kulturelle sowie körperliche Unterschiede als etwas positives hervorheben. Wir wollen durch Fotos der diversen Körperbilder der anonymisierten Schüler*innen vermitteln, dass alle Körperbilder einzigartig und schön sind. Zusätzlich wollen wir die kulturellen Hintergründe der Kinder miteinbeziehen. Unser Ziel ist es diverse Körperbilder positiv hervorzuheben und so gegen den Druck, der durch Social Media entstehen kann, zu verringern.
Umsetzung / Ablauf
Idee und das konkrete Ziel, den Schüler*innen Körperbilder und Menschenbilder greifbar zu machen, haben sich aus der jahrelangen praktischen Arbeit heraus ergeben. Es war den Pädagog*innen ein Anliegen, bereits in jungen Jahren und in diesem sensiblen Lebensabschnitt hier offen und wertfrei zu begegnen. Darüber hinaus sollten die Schüler*innen in weiterer Folge selbst zu einer solchen Haltung gelangen.
Ein wesentlicher Schritt ist mit Sicherheit, die grundlegende Vorarbeit und das bei den Pädagog*innen erworbene Vorwissen durch Fortbildung und Eigeninteresse. Auch die Schüler*innen, welche mitwirken konnten, haben teils bereits über gewisse Vorerfahrungen und Wissen verfügt - auch durch das am Schulhaus existierenden sexualpädagogische Labor, welches jährlich einen Fixpunkt bildet und im Zuge dieser konkreten Projektidee ebenfalls wieder zum Tragen kam.
Im Zuge des Biologieunterrichtes wurde das Projekt "Sexualität und Diversität" im Februar 2026 erneut gestartet. Um im ersten Schritte den eigenen Körper kennenzulernen und die allgemeine sexuelle Grundbildung zu fördern. Im nächsten Schritt wurde die Thematik auch künstlerisch aufgegriffen. Es wurden Vulven und Penisbilder gestaltet und über die Begrifflichkeiten aufgeklärt.
In einem weitern Schritt wurden und werden noch laufend durch KI- Unterstützung weiters Bilder von Menschen und deren Körpern unterschiedlich bearbeitet und in Szene gesetzt.
Learnings
Lernziele waren neben der Gewinnung einer offenen und wertneutralen Haltung, das Erlebnis mit dem Thema rund um den eigenen Körper unaufgeregt und aufgeklärt in Berührung zu kommen, sich über Themen rund um Sex&Gender offen unterhalten zu können. Außerdem sollen die Schüler*innen mit Abschluss des Projekts ein positives Körperbild entwickeln können und die Freude darin entdecken, unterschiedlichen Körpern und Menschen positiv begegnen zu können. Die Schülerinnen lernen darüber hinaus sich mit KI und KI-generierten Inhalten auseinanderzusetzen und durch eigene Anwendung dieser zu verstehen, wie soziale Medien auf uns wirken (können).
Ergebnis / Weiterentwicklung
Im ersten Schritt wird es eine hausinterne Ausstellung und Präsentation zum Schulschluss geben. Eventuell sollen solche und ähnliche Projektideen auch klassenübergreifend umgesetzt werden.
Das entwickelte Sexuallabor, welches vor zwei Jahren entwickelt und angeschafft wurde, wird bereits schulübergreifend verwendet und ausgeliehen. Hier könnte man ansetzen und dieses um das Thema des Selbst-Fremdbild und interkulturelle Körper- und Menschenbilder weiterentwickeln.
Teilnehmer_innen
Alle Schüler*innen einer mehrstufig geführten Klassen waren beteiligt. Zwei Pädagog*innen haben sich dem Projekt sehr interessiert und motiviert gewidmet. Das Projekt wurde schulintern erklärt und vorgestellt. Am Schuljahresende soll es dann auch der gesamten Schule im Rahmen unseres Abschlussfestes präsentiert werden.
Vorstellung Projektleiter_innen
Sarah FLODERER und Raphael FLASCH
Wir, Raphael Flasch und Sarah Floderer, arbeiten seit 2021 als Team zusammen und haben schon mehrere sexualpädagogische Projekte im Schulhaus entwickelt und umgesetzt. Wir haben außerdem das Konzept der achtsamen Schule an unserem Standort etabliert, welche auch das Abhalten und Durchführung von sogenannten "Buben- und Mädchenstunden" beinhaltet.
Kontaktanfrage
Projekt:
Körper-und Menschenbilder im interkulturellen Kontext
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