Wenn sich Frauen gegen Feminismus stellen
In der Tradition jener Männer, die sich für den Abbau der Errungenschaften von Frauenrechtsbewegungen einsetzen, verbreiten seit einiger Zeit nun auch Frauen antifeministische Ideen in sozialen Medien, durchaus mit Erfolg. Häufig als Lifestyle-Tipps oder religiöse Ratschläge inszeniert, haben Tradwives und salafistische Influencer/innen inzwischen eine beachtliche Anhängerschaft aufgebaut. Dieser vermitteln sie Unterordnung, den Rückzug aus dem öffentlichen Leben und ein insgesamt konservatives Verständnis von Geschlechterrollen. Ihre Ästhetik, ihre rhetorischen Fähigkeiten und nicht zuletzt ihr vertieftes Wissen über aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen machen sie zu einflussreichen Akteurinnen mit potenziell gravierenden Folgen für die demokratische und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen und Mädchen.
Wissen vertiefen, Strategien für Schule und Beratung entwickeln
Der Workshop bietet einen kompakten Überblick über den Trend der sogenannten Tradwives sowie über salafistische Influencer/innen, die in sozialen Medien ein idealisiertes und stark antifeministisches Frauen- und Familienbild propagieren. Die Teilnehmenden lernen zentrale Narrative, ästhetische Strategien und gesellschaftliche Hintergründe kennen, die diese Inhalte für Jugendliche anschlussfähig machen können. Zudem werden Risiken beleuchtet, etwa ideologische Überschneidungen mit extremistischen Weltbildern. Neben dem fachlichen Input bietet der Workshop Raum für den Austausch über eigene Erfahrungen sowie für die Entwicklung erster Handlungsansätze im Umgang mit entsprechenden Schülerinnen.
Was Sie erwarten können
Ein fundiertes Verständnis aktueller Narrative, Symbole und Online-Subkulturen im Schulkontext, einschließlich ihrer Funktion als mögliches ideologisches Bindeglied zu extremistischen Weltbildern
Konkrete Gesprächs- und Interventionsstrategien für herausfordernde Situationen, mit Blick auf die Prävention von Polarisierung und weiterführender Radikalisierung
Praxiserprobte Ansätze zur Bearbeitung der Themen im Unterricht und in der Beratung
Teilnahme
Der Workshop wird im Rahmen des Erasmus+-Projekts AFETS durchgeführt und ist kostenfrei.
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