Die Schülerinnen und Schüler eines dritten Jahrganges arbeiteten im Rahmen des Geschichteunterrichts in Gruppen an einem besonderen Klassenprojekt: Sie recherchierten zu verschiedenen Orten des nationalsozialistischen Grauens in Wien und erstellten Präsentationsmaterial dazu. Eine Exkursion zu ausgewählten NS-Tatorten bildete den Abschluss des Projektes.
Dieses Projekt ermöglichte den Jugendlichen, die Verbrechen des Nationalsozialismus an authentischen Orten nachzuvollziehen, historische Zusammenhänge besser zu verstehen und das Bewusstsein für Demokratie, Menschenrechte sowie die Verantwortung gegen Ausgrenzung und Extremismus zu stärken.
Umsetzung / Ablauf
Zuerst wurde ein allgemeiner Überblick über Zwangsarbeit in Wien während der NS-Zeit präsentiert. Von diesem Ausgangspunkt aus konnte es ins Detail gehen. Als Erstes ging es nach Simmering zu dem Gelände, wo während des Nationalsozialismus und auch danach die „Saurerwerke AG“ beheimatet war. Die Schüler/innen stellten dar, dass sich dort in der Zeit des Nationalsozialismus ein Außenlager des KZ Mauthausen befand. Die Zwangsarbeiter wurden von den Saurerwerken für die Produktion von Panzermotoren für den Krieg eingesetzt.
Weiter ging es zur „Ankerbrotfabrik“ im zehnten Bezirk. Diese wurde gleich nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich arisiert. Auch hier fand Zwangsarbeit statt, wobei aber auch Widerstand geleistet wurde.
Im vierten Bezirk fand man sich dann vor dem heutigen Gebäude der Arbeiterkammer wieder. An dieser Stelle war früher die von Adolf Eichmann verwaltete „Zentralstelle für jüdische Auswanderung“, die für Enteignung, Vertreibung und Deportationen steht. Als nächstes ging es zum „Aspangbahnhof“. Von dort aus wurden unzählige Jüdinnen und Juden, Andersdenkende, Homosexuelle, Regimegegner/innen und viele weitere NS-Opfer deportiert. Auch der Prominententransport gleich nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten startete hier.
Zuletzt fanden sich die Schüler/innen direkt gegenüber der Schule wieder. In der Fasangasse 1 befinden sich „Steine der Erinnerung“, die an die Verfolgung von jüdischem Leben während des Nationalsozialismus erinnern sollen.
Dieses Projekt, das in dem hier beschriebenen Lehrausgang gipfelte, stimmte die Schüler/innen nachdenklich und machte ihnen bewusst, wie wichtig es ist, miteinander solidarisch zu sein und die Würde des Menschenlebens zu jeder Zeit zu achten.
Teilnehmer_innen
Schüler/innen eines dritten Jahrganges der HAK
Kontaktanfrage
Projekt:
NS-Tatorte in Wien – ein Geschichteprojekt
Vielen Dank für deine Nachricht!
Art des Angebots
Schwerpunkte
Ort des Angebots
Angebot für
Lebensalter
Kosten pro Person
Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.