Bewegung braucht Platz - Fair Play für den POST SV

Bewegung_braucht_Platz
MPC
Schüler/innen engagierten sich künstlerisch & politisch für den Erhalt des POST SV, der eine Petition zur Erhaltung des Geländes startete. Mit Aktionen, Infostand, Flyer, Banner und Materialien informierten sie Passant/innen über die drohende Verbauung und mobilisierten zur Beteiligung. Besonders motivierend fanden sie, dass sie sich einem realen Problem stellten u. ihr Engagement Wirkung zeigte.
Hernalser Gymnasium Geblergasse
Geblergasse 56
1170 Wien
Schulfächer
Bildnerische Erziehung
Schwerpunkte
Digitalisierung
Encourage Award
Gesellschaft
Gesundheit
Klimaprojekte
Kultur
Lernen
SDG-Award
Sprache
Wien
Zukunft
Alter
Sekundarstufe II
Zeitraum
Dauer: Ende Februar bis Ende Mai 2027 (wobei mehrere Zwischentermine ausfielen)

Idee / Ziele

Ziel des Projekts war es, Demokratie als aktiven, gestaltbaren Prozess erfahrbar zu machen. Die Schüler/innen lernten eigene Anliegen zu formulieren, öffentlich zu vertreten und gemeinschaftlich umzusetzen. Sie erlebten Selbstwirksamkeit und beteiligen sich aktiv für das Projekt - auch über den Unterricht hinaus. Im Bereich Nachhaltigkeit stand der verantwortungsvolle Umgang mit urbanem Raum im Mittelpunkt. Am Beispiel des POST SV diskutierten die Jugendlichen Nutzungskonflikte zwischen wirtschaftlichen Interessen und gesellschaftlichem Mehrwert. Das Projekt förderte kritisches Denken, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, sich aktiv in gesellschaftliche Prozesse einzubringen. Der Zusammenhalt der Klasse wuchs durch dieses Projekt und es machte ihnen ersichtlich Spaß auch fremde Personen anzusprechen und mit einzubeziehen. Das Ziel sich aktiv teilnehmend an ein reales Anliegen (Rettung des Sportsplatzes) anzuknüpfen und damit auch tatsächlich mitzuwirken ist gelungen.

Umsetzung / Ablauf

„Bewegung braucht Platz - Fair Play für den POST SV“ verbindet politische Bildung mit künstlerischer Praxis (Orientierung an: Sustainable Development Goals (SDGs). Die Schüler/innen der 5D setzen sich mit Demokratie, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander. In Zusammenarbeit mit Aktivisten Johann Schneider, Künstler Gerald Straub, Kunstverein Embedded Exception entwickeln sie eigene partizipative Projekte.
Im Zentrum steht die drohende Verbauung der Sportanlagen des Wiener Postsportvereins (POST SV). Die Jugendlichen gestalten eine Kampagne, um auf den möglichen Verlust von Freiräumen für Sport und Gemeinschaft aufmerksam zu machen. Das Projekt verbindet Recherche, Konzeptentwicklung und praktische Umsetzung (Auseinandersetzung mit Bürger/inneninitiativen, künstlerische Gestaltung bis hin zur realen Aktion im öffentlichen Raum) Die Ergebnisse werden dokumentiert und in einer Broschüre aufbereitet, die als Grundlage für zukünftige Bildungsprojekte dient.
Das Projekt wurde in Kooperation mit Aktivisten Johann Schneider und dem Künstler Gerald Straub entwickelt. Die Jugendlichen setzten sich mit verschiedenen Formen politischer Partizipation und bestehende Bürger/inneninitiativen auseinander. Danach entwickelten sie eigene Projektideen, die gesellschaftliches Engagement mit künstlerischen Ausdrucksformen verbinden und entschieden sich gemeinsam für den Fokus auf das POST Sportzentrum im 17. Bezirk. In Teams übernahmen sie unterschiedliche Aufgabenbereiche wie PR (Videos, Fotos und Texte für Instagram und Website), Organisation, Design (Flyer, Plakat), Infostand, Maskottchen, ein Banner und Fragespiel. Die Jugendlichen griffen dieses aktuelle Thema auf, gestalteten Plakate, bauten einen mobilen Infotisch über einen Fahrradhänger, entwarfen Informationsmaterialien in Form eines Fragenspiel, das Hör-zu-Maskottchen, ein Banner die für zwei Aktionen im öffentlichen Raum diente, um auf den möglichen Verlust von Freiräumen für Sport und Gemeinschaft aufmerksam zu machen. Schüler/innen der 1A halfen bei der Fertigstellung des Textilbanners. Die Jugendlichen traten in direkten Dialog mit Mitschüler/innen, Verwaltungs- und Lehrpersonen der Schule sowie Passant/innen am Elterleinplatz, informierten über die Petition und motivierten zur Beteiligung. Mit hohem Engagement sprachen die jungen Erwachsenen mit unterschiedlichen Personen, um diese zu informieren und für die Petition (Unterschriften zum Erhalt des POST SV) zu gewinnen.

Learnings

Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein und Soli­da­ri­tät bildeten zentrale Pfeiler dieses Projekts und ermög­lich­ten ein Lernen und Lehren für alle Betei­lig­ten. Die Aus­ein­an­der­set­zung begann mit der Dis­kus­si­on der SDGs, gefolgt von der Auswahl rele­van­ter Themen und dem Vor­stel­len erster Ideen. Nach dem Kon­sens­prin­zip ent­schie­den sich die Schü­le­rin­nen, den aktuellen Konflikt im 17. Bezirk auf­zu­grei­fen, der im Verlauf des Projekts zunehmend für die Jugend­li­chen an Bedeutung gewann. Eine Her­aus­for­de­rung stellte die Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on einzelner Gruppen dar. Das Anspre­chen von Passant/​innen und Mitschüler/​innen fiel ihnen leicht, da sie sich innerhalb der Gemein­schaft gestärkt fühlten und von ihren Zielen überzeugt waren. 
Für die Fer­tig­stel­lung des Banners halfen einzelne Schüler/​innen der 1A Klasse. 

Ergebnis / Weiterentwicklung

Die jungen Erwachsenen wollen sich im Rahmen des bevorstehenden Sommerfestes ihrer Schule und der möglichen Veranstaltung des POST SV (Demonstrationsmarsch) beteiligen und den mobilen Informationstand am Sommerfest der Schule aufbauen. Der Infostand und weitere Materialien soll auch zukünftig für andere Aktionen adaptiert werden können, wie Klimastreik und Infotag im Sept.

Teilnehmer_innen

Teilnehmer/​innen waren vor­wie­gend Schüler/​innen der 5D Klasse und weitere haben aufgrund bestimm­ter Termine geholfen . Zudem waren der Akti­vis­ten Johann Schneider, der Künstler Gerald Straub und der Kunst­ver­ein Embedded Exception beteiligt. Der POST SV unter­stütz­te mit Plakate, Flyer und Peti­ti­ons­lis­ten und freue sich sehr über die Initia­ti­ve. Die Betei­li­gung zahl­rei­cher Bürger/​innen war und ist ent­schei­dend für den Erfolg der Initia­ti­ve. Geplant war zudem, Säcke für ein Sack­hüpf­spiel mit Slogans und Bildern zu besticken. Dabei koope­riert die 5D mit der 1A-Klasse, die über Zugang zu den Werk­stät­ten sowie die nötigen Zeit­res­sour­cen verfügt. Das Konzept „Bewegung braucht Platz“ soll so schließ­lich auch eine sport­li­che Kom­po­nen­te erhalten. Das gesamte Projekt wurde im Rahmen von „culture connected“ durch den OeAD finan­ziert und bildete damit eine wesent­li­che Grundlage für die gewon­ne­nen Erfah­run­gen und nach­hal­ti­gen Ergeb­nis­se. Die ent­stan­de­nen Spiele, Banner und der mobile Infostand usw. kommen bereits im Outdoor-Unter­richt sowie beim Klimafest am Freitag, dem 9. Oktober, zum Einsatz. Dort finden gemeinsam mit dem Bezirk und der MS Gebler­gas­se Aktionen zu nach­hal­ti­ger Mobilität und Kli­ma­initia­ti­ven statt.

Vorstellung Projektleiter_innen

MPC unterrichtet Kunst & Gestaltung und Technik & Design

    Kontaktanfrage

    Projekt:

    Bewegung braucht Platz – Fair Play für den POST SV

    Vielen Dank für deine Nachricht!

    Art des Angebots
    Schwerpunkte​
    Ort des Angebots
    Angebot für
    Lebensalter
    Kosten pro Person