Termin: Montag, 18. Mai 2026
Beginn: 15.30 Uhr
Ende: 17.00 Uhr
Geschlechterungleichheiten im MINT-Bereich entstehen bereits in frühen Bildungsphasen. Eine zentrale
Rolle spielt dabei das sogenannte MINT-Kapital, das beschreibt, inwiefern Kinder Zugang zu MINT-bezogenen Erfahrungen, Ressourcen und Selbstzuschreibungen entwickeln. Der Vortrag rückt dieses Konzept des MINT-Kapitals in den Mittelpunkt: einen international diskutierten, im deutschsprachigen
Raum bislang noch wenig erforschten Ansatz zur Analyse von Bildungsungleichheiten im MINT-Bereich.
Anhand von zwei Forschungs- und Entwicklungsprojekten aus der frühen Bildung und dem Primarbereich wird gezeigt, wie pädagogische Professionalisierung und gendersensible MINT-Lerngelegenheiten
dazu beitragen können, MINT-Kapital bei Kindern zu fördern. Dabei werden sowohl praktische Umsetzungsansätze als auch empirische Einblicke in die Wahrnehmung und Umsetzung durch pädagogische
Fachkräfte vorgestellt.
Der Beitrag diskutiert zentrale Herausforderungen und Potenziale für eine gendersensible MINT-Bildung
und zeigt, wie das Konzept des MINT-Kapitals dazu beitragen kann, Mechanismen von Genderungleichheiten im schulischen MINT-Bereich besser zu verstehen und Ansatzpunkte für eine früh ansetzende
Förderung sichtbar zu machen.
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