Körper-und Menschenbilder im interkulturellen Kontext

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Raphael Flasch und Sarah Floderer
Es handelt sich bei diesem Projekt um eine mehrschrittige Umsetzung, welche auf bereits gemachten Vorerfahrung der Schüler*innen aufbaut. An der Schule gibt es schon lange einen Schwerpunkt hinsichtlich sexualpädagogischer Erziehung und Gendergerechtigkeit. Pädagog*innen sind sind regelmäßig in dementsprechenden Fortbildungen und im - teils auch internationalem - Austausch (Erasmus+-Projekt).
Schulzentrum 10
Quellenstrasse 52
1100 Wien
Schulfächer
Bildnerische Erziehung
Biologie / Umweltkunde
fächerübergreifend
Informatik
Schwerpunkte
Geschlechtergerechtigkeit
Schulesindwiralle – Fokus Gender
Alter
Grundstufe II
Sekundarstufe I
Zeitraum
Februar - April 2026 (aufbauend und integrierend in bereits laufende Projekte zu dieser Themenlage)

Idee / Ziele

In diesem konkreten Projektkontext werden die Schüler*innen, basierend auf ihren Vorkenntnissen, mit diversen Menschen- und Körperbildern konfrontiert. Dies hat sich aus der langjährigen Auseinandersetzung mit dem Themenkreis rund um Gender&Diversity ergeben. Der gemeinschaftliche Entschluss, sich mit der Diversität von Körperbildern auseinanderzusetzen, ergab sich aufgrund der großen kulturellen Vielfalt im Schulhaus. Ziel ist es eine gewisse Achtsamkeit für Unterschiedlichkeit(en) in einem wertneutralen Raum zu entwickeln. Wertfrei und unvoreingenommen der Welt und anderen Menschen gegenüber zu begegnen ist hier wesentlich und zentral. Zusätzlich möchten wir durch dieses Projekt kulturelle sowie körperliche Unterschiede als etwas positives hervorheben. Wir wollen durch Fotos der diversen Körperbilder der anonymisierten Schüler*innen vermitteln, dass alle Körperbilder einzigartig und schön sind. Zusätzlich wollen wir die kulturellen Hintergründe der Kinder miteinbeziehen. Unser Ziel ist es diverse Körperbilder positiv hervorzuheben und so gegen den Druck, der durch Social Media entstehen kann, zu verringern.

Umsetzung / Ablauf

Idee und das konkrete Ziel, den Schüler*innen Körperbilder und Menschenbilder greifbar zu machen, haben sich aus der jahrelangen praktischen Arbeit heraus ergeben. Es war den Pädagog*innen ein Anliegen, bereits in jungen Jahren und in diesem sensiblen Lebensabschnitt hier offen und wertfrei zu begegnen. Darüber hinaus sollten die Schüler*innen in weiterer Folge selbst zu einer solchen Haltung gelangen.
Ein wesentlicher Schritt ist mit Sicherheit, die grundlegende Vorarbeit und das bei den Pädagog*innen erworbene Vorwissen durch Fortbildung und Eigeninteresse. Auch die Schüler*innen, welche mitwirken konnten, haben teils bereits über gewisse Vorerfahrungen und Wissen verfügt - auch durch das am Schulhaus existierenden sexualpädagogische Labor, welches jährlich einen Fixpunkt bildet und im Zuge dieser konkreten Projektidee ebenfalls wieder zum Tragen kam.
Im Zuge des Biologieunterrichtes wurde das Projekt "Sexualität und Diversität" im Februar 2026 erneut gestartet. Um im ersten Schritte den eigenen Körper kennenzulernen und die allgemeine sexuelle Grundbildung zu fördern. Im nächsten Schritt wurde die Thematik auch künstlerisch aufgegriffen. Es wurden Vulven und Penisbilder gestaltet und über die Begrifflichkeiten aufgeklärt.
In einem weitern Schritt wurden und werden noch laufend durch KI- Unterstützung weiters Bilder von Menschen und deren Körpern unterschiedlich bearbeitet und in Szene gesetzt.

Learnings

Lernziele waren neben der Gewinnung einer offenen und wert­neu­tra­len Haltung, das Erlebnis mit dem Thema rund um den eigenen Körper unauf­ge­regt und auf­ge­klärt in Berührung zu kommen, sich über Themen rund um Sex&Gender offen unter­hal­ten zu können.
Außerdem sollen die Schüler*innen mit Abschluss des Projekts ein positives Kör­per­bild ent­wi­ckeln können und die Freude darin entdecken, unter­schied­li­chen Körpern und Menschen positiv begegnen zu können. Die Schü­le­rin­nen lernen darüber hinaus sich mit KI und KI-gene­rier­ten Inhalten aus­ein­an­der­zu­set­zen und durch eigene Anwendung dieser zu verstehen, wie soziale Medien auf uns wirken (können).

Ergebnis / Weiterentwicklung

Im ersten Schritt wird es eine hausinterne Ausstellung und Präsentation zum Schulschluss geben. Eventuell sollen solche und ähnliche Projektideen auch klassenübergreifend umgesetzt werden.
Das entwickelte Sexuallabor, welches vor zwei Jahren entwickelt und angeschafft wurde, wird bereits schulübergreifend verwendet und ausgeliehen. Hier könnte man ansetzen und dieses um das Thema des Selbst-Fremdbild und interkulturelle Körper- und Menschenbilder weiterentwickeln.

Teilnehmer_innen

Alle Schüler*innen einer mehr­stu­fig geführten Klassen waren beteiligt. Zwei Pädagog*innen haben sich dem Projekt sehr inter­es­siert und motiviert gewidmet. Das Projekt wurde schul­in­tern erklärt und vor­ge­stellt. Am Schul­jah­res­en­de soll es dann auch der gesamten Schule im Rahmen unseres Abschluss­fes­tes prä­sen­tiert werden.

Vorstellung Projektleiter_innen

Sarah FLODERER und Raphael FLASCH

Wir, Raphael Flasch und Sarah Floderer, arbeiten seit 2021 als Team zusammen und haben schon mehrere sexualpädagogische Projekte im Schulhaus entwickelt und umgesetzt. Wir haben außerdem das Konzept der achtsamen Schule an unserem Standort etabliert, welche auch das Abhalten und Durchführung von sogenannten "Buben- und Mädchenstunden" beinhaltet.

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    Projekt:

    Körper-und Menschenbilder im interkulturellen Kontext

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