„Projekt Marmor – verdrängt und vergessen“ ist eine bewegende 56-minütige Dokumentation, produziert von Fynn Prünster & Artur Irmler, zwei damals erst 17-jährigen HTL-Schülern. Im Mittelpunkt steht das größte KZ-Außenlager der Steiermark, ein kaum bekanntes Nebenlager des KZ Mauthausen. Der Film zeigt aus einer jungen Perspektive, unter welchen Bedingungen Häftlinge während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeit leisten mussten, und macht ihr Leid greifbar. Gleichzeitig richtet er den Blick auf heute: Wie gehen wir als Gesellschaft mit dieser Geschichte um? Warum wird sie oft verdrängt oder verschwiegen? Die beiden jungen Filmemacher sprechen mit Expert/innen und Politiker/innen und führen ein Interview mit einer der letzten Zeitzeug/innen aus der Region, die kurz nach den Dreharbeiten verstarb.
„Projekt Marmor“ geht über eine reine historische Aufarbeitung hinaus. Die Dokumentation fordert dazu auf, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen, Verantwortung zu übernehmen und auch belastende Kapitel Österreichs nicht auszublenden. Besonders für junge Menschen wird die Relevanz von Erinnerungskultur greifbar. Der Film wurde 2025 veröffentlicht, im Mai auf ORF III ausgestrahlt und in Brüssel mit EU-Abgeordneten präsentiert, unter anderem in der Hofburg gezeigt und im November mit der Denkmalschutzmedaille der Republik Österreich ausgezeichnet. Zudem lief er bereits erfolgreich an Schulen in ganz Österreich.
Das Besondere:
Nach Absprache bzw. Terminvereinbarung sind die beiden Filmemacher bei der Vorführung persönlich vor Ort. In einem offenen Gespräch beantworten sie Fragen, diskutieren mit den Schüler/innen und schaffen einen direkten und niederschwelligen Zugang zum Thema.
Arbeitsmaterial zum Programm kann per E‑Mail unter office@arturirmler.com angefragt werden.
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