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Sortier-Ohmmat

Der Sortier-Ωmat soll elektronischen Abfall vermeiden und damit die Wiederverwendung von elektrischen Widerständen zeitsparend ermöglichen.

Idee / Ziele

In vielen kleinen Laboren oder beim Basteln als Privatperson entsteht ziemlich rasch Unordnung, wenn man mit elektronischen Schaltungen arbeitet. Verschiedene Widerstände werden zusammen aufbewahrt, weil sich die wenigsten Personen nach einer Testschaltung oder Laborübung, zum Beispiel an Schulen, die Mühe machen die Widerstände wieder richtig einzusortieren. Auf Grund der niedrigen Kosten eines Widerstandes wird dieser auch eher entsorgt und neu gekauft, bevor er händisch sortiert wird.

Die Anlage befördert Widerstände, die die Person selbst einlegen muss, zur Messeinrichtung, um dort über eine elektrische Messung an den Kontakten, den Widerstandswert zu bestimmen. Darunter befinden sich vier angeordnete Widerstandsladen, die sich je nach gemessenem Wert richtig positionieren, damit der Widerstand in die dafür vorgesehene Lade fallen kann. Drei Laden können über eine App Widerstandswerte zugewiesen werden. Nicht messbare bzw. nicht zuteilbare Widerstände landen in der Lade für Ausschuss. Durch dieses Gerät werden elektronische Abfälle vermieden und die Neuanschaffung von Widerständen gesenkt.

Umsetzung / Ablauf

Bevor das eigentliche Projekt gestartet werden konnte, mussten klare Ziele abgesteckt werden. Eine genaue Projektplanung, angefangen von den möglichen Risiken bis hin zu der Gesamtübersicht der hardware-technischen Komponenten, war erforderlich. Zusätzlich mussten auch Sponsoren gefunden werden. Anschließend konnte ein Zeitplan erstellt und wichtige Meilensteine gesetzt werden.
Die technische Planung begann mit der Frage, wie die Handhabung der Widerstände, also die Beförderung zur Messstation aussehen soll. Nach der Wahl eines Zahnriemens entwickelte sich die mechanische, elektronische und programmiertechnische Planung hin zu einem funktionierenden Konzept und fertigen Plänen.
Neben dem täglichen Schulalltag, einer Abschlussklasse war es gar nicht so leicht, immer die benötigte Zeit aufzubringen. Aus diesem Grund konnte die Umsetzung, also die Fertigung des Gerätes erst etwas später als geplant abgeschlossen werden. Es konnte aber aufgeholt und das Projekt zum geplanten Termin abgeschlossen werden.

Abschließend wurde das Diplomarbeitsbuch geschrieben, in dem das Projekt genauer dokumentiert wurde.

Learnings

In allen vorherigen Klassen erlerntes Wissen konnte eingesetzt werden, um etwas zu entwickeln, das wirklich umgesetzt wird. Auch wenn man jederzeit zu seinen Betreuern mit Fragen kommen kann, letztendlich muss man sich neues Wissen selbst aneignen oder durch Erfahrungen lernen. Für mich als Projektleiterin war die eigene Verantwortung spannend. Die Entscheidung zu treffen, wann man in das Handeln der Mitarbeiter eingreifen kann oder sogar muss und wann nicht. Wann setzte ich Deadlines? Bin ich mit der gelieferten Leistung zufrieden?
Ich denke, dass es mir bei zukünftigen Projekten leichter fallen wird, Entscheidungen zu treffen und Probleme frühzeitig zu erkennen.

Ergebnis / Weiterentwicklung

Das Projekt konnte erfolgreich umgesetzt werden. Der nächste Schritt ist eine genauere Marktforschung zu betreiben um herauszufinden, in welche Richtung das Gerät weiter entwickelt werden soll. Um diese Idee auf eine Marktreife zu heben, wird der Bau eines weiteren Prototypen notwendig sein. Weiters muss erfasst werden, welche Personen mit welchen Fähigkeiten benötigt werden und wie dieses Team aussieht.

Teilnehmer_innen

An dem Projekt beteiligt war ein 4-köpfiges Team mit Leuten aus der selben Klasse. Jeder hatte einen individuell ausgewählten Betreuer, der auch bei Fragen zur Verfügung stand.

Sponsoren:
HTL Rennweg
Elternverein
Junge Industrie NÖ/Bgld.
Conrad
Igus
Printshop

Vorstellung Projektleiter_innen

Während der Unterstufe eines Gymnasiums begann ich mich das erste Mal für Technik zu interessieren. Während meiner 5 Jahre in der HTL für Mechatronik konnte ich tolle Erfahrungen in den verschiedensten Bereichen sammeln. Besonders spannend finde ich die Zusammenführung verschiedenster Bereiche mit der Technik (z.B.:Umwelt oder Kunst). Als Projektleiterin eines insgesamt 4-köpfigen Teams, konnte ich erstmals gelerntes praktisch umsetzen. Im Herbst möchte ich das Studium für den Wirtschaftsingenieur-Maschinenbau beginnen. Privat interessiere ich mich, abgesehen von technischen Kleinigkeiten, für Imkerei und spiele Saxophon.

Links zum Projekt

https://ohm-mat.jimdo.com
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