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ForscherInnenwerkstatt – Implementierung einer ForscherInnenwerkstatt am Schulstandort

Weiterentwicklung und Nachhaltigkeit der ForscherInnenwerkstatt am Schulstandort, Vermittlung von Naturwissenschaften in elementarisierter Form.

Zwei Volksschülerinnen stehen vor einem mit Wasser gefüllten Becken, eine der Schülerinnen hält eine Plastikflasche in der Hand, die andere schaut zu.

Idee / Ziele

Die SchülerInnen sollen in forschendes Lernen eingeführt werden, erste Schritte anhand
vorgegebener Versuche machen, diese reflektieren und besprechen können. Das Interesse und die Freude am Nachdenken über Phänomene aus Natur und Technik sollen empfunden werden können, Selbstvertrauen, etwas herauszufinden und zu verstehen, soll entwickelt werden. Die SchülerInnen sollen ein ForscherInnentagebuch eigenständig führen, durch freie Versuchswahl experimentieren, beobachten und entdecken, ihre Arbeiten reflektieren und Präsentieren können, vertiefende ForscherInnenaufträge bearbeiten, Hypothesen aufstellen und darüber diskutieren können.

Umsetzung / Ablauf

2012/13 SCHILF zum Thema für das Kollegium; Hospitationen aller KollegInnen an einer anderen Schule; Aufteilen des LehrerInnenteams in ein ForscherInnen- und ein LeserInnenteam, regelmäßige Besprechungen mit dem SQA-Team,
2013/14 Beginn mit Raumausstattung, Sammlung von Verbrauchsmaterialien mit Hilfe der SchulpartnerInnen; Anschaffung geeigneter Möbel über das Warenkorbbudget aufgeteilt auf zwei Jahre;
ab März 2014 Implementieren der vorhandenen Lehrmittel; Erstellen eines eigenen Formates und Logos für die Versuchsanleitungen, Recherche von Hintergrundinformation zu verschiedenen Forscherthemen, auswählen konkreter Versuche, Erstellen von Versuchsanleitungen und ForscherInnenkisten;
ab September 2014 erste Schritte in der ForscherInnenwerkstatt; Kennenlernen der ForscherInnenregeln, erste Versuche anhand vorgegebener Versuchsanleitungen werden durchgeführt;
a2014/15 offizielle Eröffnungsfeier der ForscherInnenwerkstatt;
seit 2016/17 Aufnahme der Stunden in den Stundenplan, zwei Wochenstunden pro Klasse sind dafür reserviert, 20 Stunden pro Jahr muss jedes Kind geforscht haben; eine Kollegin ist für die ForscherInnenwerkstatt zuständig und arbeitet in den Stunden mit der Klassenlehrerin gemeinsam; manche Klassen gehen gemeinsam jede zweite Woche mit beiden Lehrerinnen, manche mit einer Halbgruppe, die andere Gruppe bleibt in der Klasse und wird in der Zeit intensiv gefördert, die Woche darauf geht die andere Gruppe; die Einteilung ist flexibel, je nach aktuellem Bedarf;
2016 Evaluierung des Projektes mittels Zielscheibenbefragung der SchülerInnen und einer Studierenden der PH-Wien,
2016 ISI-AWARD-Gewinner;
2016/17 Erweiterung der ForscherInnenkisten mit Wortschatzkarten für SchülerInnen mit nicht-deutscher-Muttersprache;
seit 2016/17 Leonardino-Schule;
2017 Erhalt des MINT-Gütesiegels.

Learnings

Am Anfang war die Bewusstmachung um die Wichtigkeit dieser Lernmethode im LehrerInnenteam sehr wichtig, wie die gemeinsame schulinterne Fortbildung und die Hospitationen an einem anderen Schulstandort. Es ist notwendig dieser Lernmethode Zeit zu geben, immer wieder zu reflektieren und neue Wege und Lösungen zu suchen. Einigen unserer SchülerInnen waren zu Beginn die Versuchsanleitungen zu schwer. Daraus entstanden die Wortschatzlisten unterstützt durch Bildmaterial. Auch zum Führen des ForscherInnentagebuchs gibt es schriftliches Unterstützungsmaterial.

Ergebnis / Weiterentwicklung

Eine Verbesserung des handlungsorientierten Lesens und des Wortschatzes sind bereits zu bemerken, sowie mehr Selbstvertrauen beim Planen und Durchführen von Experimenten, weiters eine nachhaltige Verbesserung des naturwissenschaftlichen Basiswissens und eine kooperative Zusammenarbeit der SchülerInnen und gegenseitige Unterstützung.

Teilnehmer_innen

Beteiligte Personen: SchülerInnen, LehrerInnenteam, Eltern, Elternverein, Sponsor: Buchklubhändler, Vernetzung mit anderen Schulstandorten und der ForscherInnenwerkstatt der PH- Wien und Leonardino

Vorstellung Projektleiter_innen

Mein Name ist Nicolina Bösch, ich bin seit 2012 Schulleiterin an der VS Kleine Sperlgasse 2a, 1020 Wien. Zuerst als Klassenlehrerin 14 Jahre an einem sonderpädagogischen Zentrum, danach im VS-Bereich auch als Klassenlehrerin. Gemeinsam mit dem SSR für Wien begann ich an mehreren ZIS-Standorten Lernwerkstätten zu errichten und mich im Bereich des forschenden Lernens im In- und Ausland fortzubilden. Zehn Jahre leitete ich die Lernwerkstatt am Pädagogischen Institut der Stadt Wien, leitete viele Fortbildungen und Seminare zum Thema. Ich habe über 20 Jahre nach dieser Methode unterrichtet und dabei immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die SchülerInnen enorm von dieser Art des Unterrichts profitieren, es bereichert den Unterricht, die Kinder sind motiviert, engagiert und aktiv bei der Sache. Durch diese Unterrichtsmethode werden die SchülerInnen zur Selbstständigkeit, Selbsttätigkeit, Ganzheitlichkeit, selbstständigen Auseinandersetzung mit Bildungsinhalten angeregt. Dieser Unterricht ermöglicht eine individuelle Förderung, hilft den SchülerInnen Sachzusammenhänge verstehen zu lernen und Probleme handlungsorientiert zu lösen. Fördert die Zusammenarbeit unter den SchülerInnen und erweitert den aktiven Sprachwortschatz.

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Facts

Ersatzprofilbild der Projektleiterin, weiße Silhouette eines Frauenkopfes vor hellblauem Hintergrund.
VDn Nicolina Bösch, MA
VS Kleine Sperlgasse
Kleine Sperlgasse 2a
1020 Wien
Primarstufe
1. Stufe, 2. Stufe, 3. Stufe, 4. Stufe
fächerübergreifend, Sachunterricht, technisches Werken, Deutsch, Mathematik, Informatik.
seit dem Schuljahr 2012/13