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Der gesündeste Obstkorb der Welt!

„Ich schwimme in Vitaminen!“

Ein selbstgemaltes Bild von Volksschulkindern, in der Mitte ist ein Kindergesicht. Rund herum Zeichnungen von Obst und Gemüse.

Idee / Ziele

Ziel war es, Sport und gesunde Ernährung in einem fächerübergreifenden Projekt zu thematisieren. Aus diesem Ansatz entstand in der Schulklasse die Idee, mit Bewegungen ein Bild zu malen (Obst, gemalt mit Füßen und Händen), den Prozess in einem Video festzuhalten (Video, Darstellung und Spiel) und schlussendlich in einem weiteren Schritt, Bilder über den Prozess zu malen (Fotocollage).

Umsetzung / Ablauf

1. Mit Händen und Füßen haben wir im Werksaal unterschiedliches Obst auf große Papierbögen gedruckt.
2. Der Obstkorb ist in einer Turnstunde entstanden: Mit braunen Papierzetteln ausgestattet, mussten die Kinder einen Hindernisparcour durchlaufen und am Ende die Papierzetteln zu einem Obstkorb aufkleben. In diesem Obstkorb steckt also sehr viel Bewegung und Energie!
3. Das Obst wurde im Obstkorb platziert.
4. Der riesige Obstkorb wird auf ein Plakat geklebt.

Fortlaufend: Während des gesamten Prozesses haben wir immer wieder gefilmt. Natürlich wurde das Thema gesunde Ernährung fächerübergreifend erarbeitet: In Deutsch haben wir Texte über krank sein und gesund bleiben geschrieben, in Mathematik waren wir einkaufen und mussten das Bezahlen üben, in Sachunterricht haben wir mehr über die Ernährungspyramide erfahren und in Musik haben wir ein Obstlied und einen Obsttanz einstudiert.

Milestone: Nach zwei Wochen Ernährungsprojekt hatten wir das Gefühl, dass wir in Vitaminen schwimmen! Alle Kinder brachten jeden Tag eine gesunde Jause mit, wir haben regelmäßig unser Klassenzimmer gelüftet, auf viel Sport und Bewegung geachtet, die Ernährungspyramide erarbeitet und über Kraft- und Schutzstoffe viel Neues gelernt. Das Projekt hat immer mehr an Schwung gewonnen und die Kinder wollten mit dem Filmen, Malen und Drucken nicht mehr aufhören.

5. So kam es zum fünften und letzten Schritt: In einer Fotocollage fand unsere Begeisterung einen letzten Ausdruck. Alle Arbeiten sind in Partner- oder Gruppenarbeit entstanden. Das Gesicht ist eine Fotoübermalung mit Buntstiften. Um das Gesicht wurden zahlreiche Früchte mit Ölkreide gemalt. Es scheint also, als ob die Kinder im Obst versinken...

Learnings

Wenn Inhalte umfassend erlebt werden, dann findet Lernen wirklich statt. Was alles gelernt wurde, lässt sich nicht aufzählen, aber ich bin überzeugt, dass unsere Klasse nach wie vor mit Freude lernt und sich die Kinder ihre Neugierde und Spontanität erhalten konnten.

Ergebnis / Weiterentwicklung

Neben diesem Projekt fanden noch andere fächerübergreifende Projekte in unserer Klasse statt. Themen waren: Mozart, Raumluft, Demokratie, Umweltschutz und Statistik. Auch für diese Projekte haben wir unterschiedliche Kreativwettbewerbe gewonnen.

Teilnehmer_innen

Alle SchülerInnen der Klasse

Vorstellung Projektleiter_innen

Ist Unterrichten eine Kunst?
Ich bin sozusagen auf der Bühne aufgewachsen, habe, nachdem ich als Tänzerin, Performerin, Choreografin, Tanzpädagogin und Kuratorin im internationalen Kontext eine Rolle gespielt habe, mit 41 Jahren beschlossen (ausgelöst durch unterschiedliche Kunstprojekte an Schulen), neue Wege einzuschlagen und ein Lehramtsstudium für Volksschulpädagogik zu beginnen. Ein Durchbruch für mich (für mein Umfeld mehr ein Aufbruch), der die Frage aufwirft: Was nimmt man mit, was lässt man besser zurück und was bleibt gleich?
Sich in einer Zeitspanne von ‚Nicht-mehr-Sein’ und ‚Noch-nicht-Sein’ wieder zu finden, bedeutet auch, sich der Kraft der Ungewissheit auszusetzen und im Hin und Her, im Wanken und Zweifeln eine Stellung so aufzusuchen, dass daraus neue Einsichten und Perspektiven zu gewinnen sind.
In meinem Unterricht versuche ich unterschiedliche Welten miteinander in Verbindung zu bringen: Erfahrung und Wissen aus meiner zwanzigjährigen Kunstpraxis und das systematische, pädagogische Denken. Wobei es weniger um das Vergleichen, um ein Entweder-oder, um eine Gegenüberstellung von Pädagogik und Kunst geht, sondern um ein ‚Alles-zusammen-Denken’ gehen muss, wenn man kreative Prozesse nicht als einen Sonderfall, als etwas Extremes betrachtet, sondern viel mehr als eine Haltung der Welt gegenüber, die sich in fast allem zeigt.

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Facts

Ersatzprofilbild der Projektleiterin, die weiße Silhouette eines Frauenkopfes vor weißem Hintergrund.
Mathilde Bitterli
VS Rothenburgschule
Rothenburgstraße 1
1120 Wien
Primarstufe
2. Stufe
Bildnerische Erziehung, Bewegung und Sport, Mathematik, Deutsch, Sachunterricht, Musikerziehung, Lebende Fremdsprache: Englisch
Herbst 2015