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Crossing Borders als Lernort der Demokratie

Begriffe wie Beteiligung, Mitbestimmung, Inklusion, Teilhabe, Verteidigung und Ausbau von Grundwerten - weisen darauf hin, dass Bürger_innenschaft nicht nur mit Rechten, sondern auch mit Pflichten verbunden ist und der Status als Bürger_in nicht nur das Haben sondern auch das Tun beinhaltet.

Idee / Ziele

Das in diesem Projekt praktizierte Theater – Forumtheater - ist buchstäblich ein Theater von Unten. Forumtheater ist eine politische Theaterform nach Augusto Boal, die Konflikte auf die Bühne bringt und den Versuch wagt, gemeinsam mit den ZuschauerInnen Lösungen und neue Handlungswege zu erspielen. Es stellt Handwerkszeug zur Verfügung, um die eigene Realität, so wie man sie selbst sieht, zur Diskussion zu stellen, zu verändern und umzugestalten.
Während der Projektarbeit entwickelten die Jugendlichen ein Forumtheaterstück zum Thema Demokratie. Für die Mitwirkenden tat sich ein Raum auf, in dem Handlungsmöglichkeiten ausprobiert werden können, wo ihre Stimme Gewicht bekommt und Gehör findet, während sie im Alltag oft übersehen und überhört werden.

Umsetzung / Ablauf

Februar 2018
Das Team der TheaterforscherInnen stellt allen SchülerInnen das Projekt vor.
16 Interessierte meldeten sich für einen einmal wöchentlich stattfindenden Workshop im Ausmaß von 2 Stunden/Woche an. Dieser Workshop wurde in den Unterrichtsgegenstand „Kreative Erziehung“ integriert.
Die ersten beiden Proben dienten der Gruppenfindung und der Erkundung der thematischen Lebenswelt der Jugendlichen.
März/ 2018
Mit einer Bilderübung , in der Bilder im Kreis weitergegeben werden und die Jugendlichen jeweils „Stopp“ sagen können, wenn sie das Gefühl haben, das gezeigte Bild berührt sie in ihrem Leben. So werden fünf Bilder gesammelt, die später die Grundlage für das fertige Stück bilden. Die Charaktere werden mit Wünschen und Ängsten ausgestattet und so entsteht ein komplexes Stück mit komplexen Charakteren, das mit der Lebenswelt der Schüler_innen zu tun hat.
So entsteht das Stück „Lea“, das die Geschichte der 16-jährigen Lea und ihren Problemen, die viele Jugendliche betreffen, wie Peer Pressure, Mobbing und Gewalt in der Familie
Mai 2018
23. 5. 2018 Aufführung in der Aula der PTS 7
24. 5. 2018 Aufführung in einem „richtigen“ Theater – off-Theater im 7. Bezirk

Learnings

Erst durch die aktive Einforderung von – in unserem Fall – Rechten von Kindern und Jugendlichen bekommen diese einen Wert und die betreffenden Personen werden zu Bürger_innen. Das auch, wenn sie formal keine Bürger_innenrechte durch Wahlen besitzen, sei es, weil sie noch minderjährig sind oder eine andere Staatsbürgerschaft als die österreichische besitzen.
Aktive Einforderung bedeutet zu handeln, sich diese Rechte zu erarbeiten.

Ergebnis / Weiterentwicklung

Die Schüler_innen bekommen durch (schul-)externe Begleitung neue Einsichten auf ihre alltägliche Lebenswelt und lernen, sich kritisch mit dieser auseinanderzusetzen, im besten Sinn einer partizipativen politischen Bildung.
Für das Schuljahr 2018/19 wird eine erweiterte Wiederaufnahme des Projekts in Kooperation mit einer NMS und unter Einbeziehung von Kolleg_innen in Angriff genommen.

Teilnehmer_innen

16 Schüler_innen aus 2 Klassen (P6 und P7) der PTS 7

Entwicklung und Umsetzung: Theater der Unterdrückten

Sponsoren: Österreichische Entwicklungszusammenarbeit, Austria Kulturkontakt, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Wien Kultur, Wien Neubau

Vorstellung Projektleiter_innen

Dipl.Päd Boris Popper – stv. Leiter der PTS Im Zentrum, Klassenvorstand der P6, Lehrer für Deutsch, Politische Bildung

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Facts

Dipl.Päd. POPPER Boris
PTS IM Zentrum
Burggasse 14-16
1070
Sekundarstufe 2
9. Stufe
Politische Bildung, Deutsch, Kreative Erziehung
Februar 2018 – Mai 2018