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Alles Plastik- alles gut?

Bei diesem Projekt werden die Jugendlichen der PTS/FMS 21 mit dem Thema Plastik und seinen Problemen konfrontiert. Begriffe wie Nachhaltigkeit, Recycling, Umweltschutz, Ökologischer Fußabdruck und Ressourcen werden im gezielten Fachunterricht behandelt.

Idee / Ziele

Im Unterricht erfolgt die Begriffsklärung zu den Bereichen Nachhaltigkeit, Recycling, Umweltschutz, Ökologischer Fußabdruck, Ressourcen und die theoretische Auseinandersetzung mit Wert- und Recyclingstoffen. Die Errichtung von mehreren Kunstwerken aus Plastik, die Erfassung von Einstellungen der Jugendlichen zum Thema durch einen Fragebogen, eine Teilnahme an einer Säuberungsaktion (Frühjahrsputz) der Gemeinde Wien und eine Vorführung des Films „Plastik Planet“ bereichern das Projekt durch weitere Ansatzmöglichkeiten und Zugänge zu den relevanten Fragen und Gedanken.
In der FMS 8 wurde eine Schularbeit mit Schwerpunkttexten zum Thema Plastik im Fachbereich „Grammatik“ durchgeführt.
Das Projekt ist von verschiedenen Zielen geleitet. Zum einen sollen die Jugendlichen für die Probleme, die mit und durch Plastikmüll entstehen, sensibilisiert werden. Zum anderen sollen sie eventuelle Einstellungsänderungen erfahren und das Trennen von Wert- und Recyclingmaterialen sollen zur täglichen, automatischen Routine werden. Nachhaltige Zugänge zu den relevanten Inhalten, sollen eine Teilhabe der Schülerinnen und Schüler an der aktiven, positiven und sinnvollen Gestaltung ihrer Zukunft möglich machen.

Umsetzung / Ablauf

Der Start des Projektes erfolgt durch einen stillen Impuls. Dieser erfolgt durch QR-Codes, die im Schulhaus an gut einsehbaren Stellen angebracht werden. Diese Quick-response Codes geben die ersten Informationen zum Thema Kunststoffe und den damit verbundenen Problemen.
Im geplanten Fachunterricht Deutsch, Biologie sowie in den technischen Seminaren der jeweiligen Fachgruppen erfolgt die Begriffsklärung in den Bereichen Nachhaltigkeit, Recycling, Umweltschutz, Ökologischer Fußabdruck, Ressourcen und die theoretische Auseinandersetzung mit Wert- und Recyclingstoffen. Diese Begriffsklärung erfolgt durch gezielte Unterrichtsgespräche und durch Integration der Begriffe in die Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler. In weiterer Folge sollen die Jugendliche eigene Fragen zu den relevanten Themen entwickeln und diese in QR-Codes umwandeln. Hier erfolgt die Umsetzung im Fachunterricht IT und Informatik.
Die Begriffsklärung ist auch für die Beantwortung eines Fragebogens durch die Kinder von Bedeutung. Die Einstellungen und Werthaltungen der Jugendlichen zu den relevanten Themen werden durch Ausfüllen des Fragebogens „Welt mit Zukunft“ und einer anschließenden Auswertung und Dokumentation der Daten erfasst. Der Fragebogen wird zu einer festgelegten Unterrichtseinheit in gewohnter Umgebung des eigenen Klassenraumes von allen Schülerinnen und Schülern gleichzeitig abgefragt, um zu einem objektiven, validen und reliablen Ergebnis zu kommen. Bei der Auswertung werden die verbalskalierten Werte in numerische Werte umgewandelt und bilden die Basis für Diagramme und Prozentsätze. Die Ergebnisse werden mit den Jugendlichen besprochen. Dabei findet sich die Gelegenheit, Wissen um bestimmte spezifische Inhalte zu erweitern.
Neben dieser theoretischen Auseinandersetzung werden in den einzelnen Fachgruppen noch unterschiedliche praktische Arbeiten durchgeführt. Durch Installation von Kunstwerken aus Plastik sollen die Mädchen und Burschen zusätzlich für das Thema sensibilisiert werden. Eine Installation erfolgt durch Errichten einer Figur aus Holz. Diese Figur wurde von der Fachgruppe Holz_Metall im Werkunterricht hergestellt. Auf dieser Holzfigur werden gebrauchte Plastikflaschen mit Kabelbindern befestigt, bis die Holzfigur (stellvertretend für den Menschen) zur Gänze mit Plastik bedeckt ist. Diese Installation soll auf die Problematik und die Verschmutzung durch Plastik hinweisen und somit auf diese Weise Zugänge zu den damit verbundenen Problemen schaffen. Am Zaun, der das Schulgrundstück zur Straße hin begrenzt, werden Pflanzen und Kräuter in Mini-Beeten, die aus Plastikflaschen hergestellt werden, angepflanzt. Im Kreativunterricht werden Blütenköpfe und Blumen aus Plastikresten gebastelt und ebenfalls am Zaun angebracht.

Learnings

An diesem Projekt waren alle Klassen und alle Lehrpersonen der PTS/FMS 21 beteiligt. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Plastik erfolgte in 13 Klassen, in den Unterrichtsfächern Deutsch und Biologie sowie in 8 Fachbereichen. Die Fachbereiche sind: Informationstechnologie, Metall, Holz, Elektrotechnik, Oberstufentraining, Handel & Büro, Dienstleistung und Tourismus.
Sponsoren gab es keine, die Kosten für das Projekt wurden von der Schule getragen (500 €)

Ergebnis / Weiterentwicklung

Als positiven Abschluss des Projektes kann man feststellen, dass die Jugendlichen zumindest ein wenig für die Problematik im Umgang mit Kunststoffen sensibilisiert werden konnten. Durch das jugendliche Alter sind die Wertehaltungen und Einstellungen natürlich noch nicht gefestigt, aber es hat ein Prozess des Nachdenkens stattgefunden.
Das Projekt wird aufgrund der guten Resonanz in einem der nächsten Jahre wahrscheinlich wiederholt werden.

Teilnehmer_innen

An diesem Projekt waren alle Klassen und alle Lehrpersonen der PTS/FMS 21 beteiligt. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Plastik erfolgte in 13 Klassen, in den Unterrichtsfächern Deutsch und Biologie sowie in 8 Fachbereichen. Die Fachbereiche sind: Informationstechnologie, Metall, Holz, Elektrotechnik, Oberstufentraining, Handel & Büro, Dienstleistung und Tourismus.

Vorstellung Projektleiter_innen

Mein Name ist Peter Bösel und ich unterrichte an der PTS/FMS 21 die Fächer Deutsch und im Fachbereich Technik Holz, Metall und Elektrotechnik.

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Facts

BEd Peter Bösel, Dr. Albert Geßmann Gasse 32, 1210 Wien
PTS/FMS 21
Dr. Albert Geßmann Gasse 32
1210 Wien
Sekundarstufe 2
9. Stufe
Deutsch, Informatik, Fachbereiche Technik, Naturkunde, Interkulturelles Lernen
März - Mai 2016